Was kostet die Kilowattstunde wirklich?
Vergleiche die Vollkosten pro Kilowattstunde zwischen einem normalen Stromanbieter, einer Bürgerenergiegemeinschaft, einer lokalen oder regionalen Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft und einer gemeinschaftlichen Erzeugungsanlage. Netzentgelte und Abgaben sind für ganz Österreich hinterlegt, die Energiepreise gibst du selbst ein. P2P und Eigenversorgung rechnen wir noch nicht: ihre Netzentgelt-Ermäßigung kommt voraussichtlich 2027, die Beträge sind noch nicht veröffentlicht – was die fünf Modelle unterscheidet, steht in Bürgerenergie erklärt.
1. Anschluss
Netzbereich und Netzebene bestimmen die Netzentgelte.
2. Kostenvergleich
Energiepreis netto je Modell eingeben — die Rechnung aktualisiert sich sofort. Der Schalter darunter legt fest, ob auf den Energiepreis Umsatzsteuer verrechnet wird; auf alle Netzentgelte und Abgaben fällt sie immer an.
Erklärung
- Der Vergleich zeigt, was eine Kilowattstunde in dem jeweiligen Modell kostet. In der Praxis deckt eine Energiegemeinschaft nur einen Teil des Verbrauchs ab — der Rest läuft weiter über den normalen Anbieter.
- Der effektive Energiepreis ist der Preis, den ein normaler Anbieter je Kilowattstunde verlangen dürfte, damit unterm Strich derselbe Gesamtpreis herauskommt: Gesamtpreis des Modells abzüglich der Netzentgelte und Abgaben des normalen Anbieters. Er ist nötig, weil der Vorteil einer Energiegemeinschaft nicht im Energiepreis steckt, sondern in den Netzentgelten — ein Vergleich der reinen Energiepreise lässt lokale, regionale EEG und GEA deshalb teurer aussehen, als sie sind. Nur dieser Wert ist mit einem EVU-Tarif direkt vergleichbar.
- Der Sommer-Nieder-Arbeitspreis (SNAP) gilt vom 1. April bis 30. September jeweils von 10 bis 16 Uhr und ausdrücklich nicht für Mengen, die einer Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft zugeordnet sind.
- Verglichen werden ausschließlich Beträge je Kilowattstunde. Leistungspreis, Grundpauschale und Erneuerbaren-Förderpauschale bleiben außen vor — sie hängen am Netzanschluss beziehungsweise am Zählpunkt und nicht an der bezogenen Menge. Sie fallen in jedem Modell gleich an und würden den Vergleich nur verwässern.
- Die Jahreskosten unterstellen, dass der gesamte Jahresverbrauch über das jeweilige Modell gedeckt würde. Sie sind ein Szenario, keine Prognose — und werden nur beim regulären Tarif ausgewiesen, weil SNAP und WiNAP nur in bestimmten Monaten und Stunden gelten.
- Ein Winter-Arbeitspreis (WiNAP) ist ab Oktober in Vorbereitung. Sobald die Werte veröffentlicht sind, werden sie hier ergänzt.
- Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die Preisblätter deines Netzbetreibers.
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